Die finale und dritte Version des MP3-Players ist
fertig. Diesmal fehlt es an nichts, Wechselfestplatte ist integriert, und AudioCDs
stellen auch kein Problem mehr dar!
Bilder vom Bau, und nützliche Tipps dazu finden Sie unter der Sektion "Final
Pump"
Das Projekt wurde von Studenten der TH Aachen in
die Welt gesetzt. Unter dem Bereich "Links und Downloads" finden Sie Links zu
weiteren Seiten zu diesem Thema sowie zur Entwicklerseite.
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Schäden übernommen!
Fragen, Kritik und Tips bitte an mp3@pc-inserate.de
MP3 ist ein Audiokomprimierungsverfahren, entwickelt
vom Fraunhofer Institut, das Audiodaten jeglicher Art auf ein Zwölftel Ihres
Speicherbedarfs zusammenschrumpft, ohne dass dabei hörbare Qualitätsverluste
entstehen!
| Was
bringt mir ein MP3-CD-Player |
Der MP3-CD-Player erlaubt es, gebrannte CDs mit hunderten
an MP3-Files, sowie normale Audiocds abzuspielen! Brauchbare Neugeräte
mit vergleichbarer Audioqualität bringen es auf gut und gerne 500 DM, obwohl der
eigentliche MP3-Decoderchip, der auch in solchen Geräten Verwendung findet, für
90 DM zu haben ist. Ausserdem lässt sich der Selbstbau-Player beliebig an
die eigenen Wünsche anpassen, vom Mini-Player zum netzwerkfähigen Player
mit Wechselfestplatte und grafischen Display ist alles drin. Naja,
und dann ist noch zu bemerken, dass so ein Eigenbau-Player wesentlich mehr Aufsehen
erregt, als eine gekaufte Version.
Wer schon einen alten PC besitzt muss gerade einmal mit 200 DM an Ausgaben rechnen.
| Grob
zusammengefasste Funktionsweise |
Für das Decodieren der MP3s wird ein Decoderchip von
Micronas Intermetall verwendet! Dieser ist in der Lage herankommende MP3-Datenströme
in Echtzeit zu decodieren. Für diesen Vorgang braucht es sonst mindestens einen
PC der Marke Pentium 133. Bei unserem MP3-Player kommt zwar auch ein PC zum Einsatz,
jedoch lediglich ein 286, da dieser nichts weiter tun muss, als die Daten
vom CDrom zur Decoderplatine zu senden.
Für diesen Zweck ist der Druckerport sehr gut geeignet, da er in der Lage ist,
größere Datenmengen zu transportieren, als z.B. COM und PS2-Ports.
| Und
so siehts in der Praxis aus |
Der MP3-Player wird eingeschaltet, der eingebaute
PC fährt hoch, initialisiert das CDrom, und startet per Diskette ein Programm,
das die Decoderplatine steuert.
Der Benutzer scrollt via Drehknopf durch ca. 200 MP3s durch, wählt eine
aus, der Steuerchip der Decoderplatine wertet die Information aus, und gibt sie
an das Programm des PCs weiter.
Dieser besorgt sich in kleinen Paketen die MP3-Dateien vom CDrom, und sendet sie
über den Druckerport zum Steuerchip, der wiederum den Datenstrom zum eigentlichen
Decoder sendet.
Der Micronas-Decoderchip wandelt den Datenstrom in eine herkömmliche Wav-Datei
um, und gibt diese an einen D/A-Wandler weiter. Von dort aus wird der digitalisierte
Sound in analoge Audiosignale umgewandelt, die von einem Lautsprecher ausgegeben
werden können!
ein altes Mainboard mit mind. 286-Chip und eingebauten Druckerport
mind. 1x CDrom
(optimal: CDrw-fähiges Laufwerk)
2x IDE-Kabel
für Diskettenlaufwerk & CDrom
Grafikkarte
& Bildschirm (nur für den ersten Probelauf !)
4 Taster +
Drehknopf (optimal: 7 Taster + Drehknopf)
LCD-Anzeige
4 x 16 Zeichen oder 2 x 16 Zeichen
Computer Netzteil
(optimal: passivgekühlt)
9 Volt Gleichstrom
Netzteil
Segor-Bauteileset
etwas Sperrholz
für ein Gehäuse (optimal: 19" Rack oder etwas vergleichbares)
Eine Lötstation
mit feiner Lötspitze (notfalls reicht ein Handlötkolben)
Eine ruhige
Hand
Unter Umständen
eine Person, die hin und wieder etwas für Sie festhält
Geduld
CDs mit MP3-Songs
Dem Segor Bauteileset
für den MP3-Player liegt u. a. ein Schaltplan der Platine bei.
Um diesen interpretieren zu können, sind einige Informationen nötig, die wir
Ihnen hier liefern. Für unsere Anleitung brauchen Sie keine weitreichenden Kenntnisse.
Widerstände werden in Ohm angegeben, das Zeichen dafür ist: 
Spulen werden in Henry angegeben, das Zeichen dafür ist: H
Kondensatoren werden in Farad angegeben, das Zeichen dafür ist: F
So dekodiert man einen Widerstand:
Die ersten
drei Ringe stehen für eine dreistellige Zahl.
Der vierte
Ring ist der Multiplikator, also die Zahl, mit der die dreistellige Zahl malgenommen
werden muß.
Der fünfte
Ring ist die Präzision, auch die Toleranz genannt, und steht für die mögliche
Abweichung des Widerstands.
Der sechste
Ring ist der Temperaturkoeffizient (TK)
| Dekodierungstabelle: |
|
Farben:
|
Ring 1-3 |
Ring 4 |
Ring 5 |
|
| Silber: |
-- |
x 0,01 |
+/- 10% |
+/- 200 |
| Gold: |
-- |
x 0,1 |
+/- 5% |
-- |
| Schwarz: |
0 |
x 1 |
-- |
+/- 250 |
| Braun: |
1 |
x 10 |
+/- 1% |
+/- 100 |
| Rot: |
2 |
x 100 |
+/- 2% |
+/- 50 |
| Orange: |
3 |
x 1000 |
-- |
+/- 15 |
| Gelb: |
4 |
x 10000 |
-- |
+/- 25 |
| Grün: |
5 |
x 100000 |
+/- 0,5% |
+/- 20 |
| Blau: |
6 |
x 1000000 |
+/- 0,25% |
+/- 10 |
| Violett: |
7 |
x 10000000 |
+/- 0,1% |
+/- 5 |
| Grau: |
8 |
x 100000000 |
+/- 0,05% |
+/- 1 |
| Weiß: |
9 |
x 1000000000 |
-- |
-- |
| Ohne: |
-- |
-- |
+/- 20% |
-- |
Wichtig:
Schwarz bildet einen Ausnahme: der erste Ring darf niemals schwarz sein! Die
Segor Widerstände haben normalerweise 1% Toleranz und einen TK von 50. Wenn
der braune und der rote Ring also rechts sind, muss man von links aus gesehen
dekodieren!
Dekodierung eines "Braun-Schwarz-Grün-Rot-Braun" Widerstands:
(100x Braun + 10x Schwarz + 1x Grün) x 100 = ?
(100x 1 + 10x 0 + 1x 5 ) x 100 = ?
(100 + 0 + 5) x 100 = ?
105 x 100 = 10500 
Die mögliche Abweichung beträgt 2% und der TK ist 100.
Größen:
Jeder kennt Kilogramm, Gramm usw. als Gewichtseinheit! Genauso verhält es
sich mit Widerständen, Spulen und Kondensatoren.
Hier nochmal eine Übersicht: